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B-Junioren des JFV Eichsfeld setzen sich im Bezirkspokalderby durch

2:0-Erfolg in der 1. Runde gegen den JFV Rhume-Oder

Bericht von Christian Roeben, erchienen am 05. August im Sportbuzzer Göttingen

Hattorf. Die B-Junioren des JFV Eichsfeld haben sich im Eichsfelder Bezirkspokalderby den Sieg gesichert. In der ersten Runde besiegte der favorisierte Landesligist in Hattorf den Bezirksligisten JFV Rhume-Oder nach gutklassigen 80 Minuten mit 2:0 (1:0). Julius Wüstefeld (18.) und Fast-Namensvetter Simon Wüstenfeld (72.) trafen für den Gewinner.

Andreas Quinque, Trainer des JFV Eichsfeld, hatte vor den Anpfiff bereits vor dem Kontrahenten gewarnt. „Die werden sehr motiviert sein und unbedingt gewinnen wollen“, hatte Quinque gemutmaßt. Das bewahrheitete sich auf dem Platz. Rhume-Oder marschierte, kämpfte und spielte auch ansehnlich. In der Offensive fehlte es jedoch, um den Gegner früh aus dem Pokal zu werfen. Die individuelle Klasse des JFV Eichsfeld gab letztlich den Ausschlag. Torschütze Wüstenfeld traf nicht nur selber, der Kapitän hatte auch den Führungstreffer seiner Elf durch energischen Einsatz und einen klugen Rückpass eingeleitet. Und im Mittelfeld führte Luis Riedel Regie. Die kleine Nummer sieben des JFV Eichsfeld gefiel durch Technik, Dribblings und feine Pässe.

Das ordentlich besuchte Aufeinandertreffen in Hattorf war bereits das dritte Duell beider Mannschaften innerhalb von kurzer Zeit. Beide Male hatte der Landesligist die Oberhand behalten – beim Herschel-Cup mit 5:1, beim eigenen Sommercup mit 2:1. Streich Nummer drei ließen die Quinque-Jungs im ersten Pflichtspiel der neuen Saison folgen, auch wenn in den ersten 15 Minuten auf dem Rasen kein Klassenunterschied zu erkennen war. Rhume-Oder presste streckenweise früh und mutig und versuchte, von hinten heraus gepflegt nach vorne zu spielen.

Nachdem ein Wüstenfeld-Fernschuss knapp rechts vorbeigerauscht war (13.), setzte Rhume-Oder ein Ausrufezeichen. Der schnelle Philipp Bode war auf rechts frei durch, konnte sich beim beim Abschluss aber nicht so recht zwischen Abschluss und Flanke entscheiden – so rollte sein Versuch schließlich am langen Eck vorbei (16.). Zwei Minuten später wurde auf der anderen Seite gejubelt. Simon Wüstenfeld, der dynamische Kapitän des JFV Eichsfeld, setzte sich über links durch, hob den Kopf und passte punktgenau zurück. Julius Wüstefeld nahm Maß und versenkte hart und flach ins linke Eck – Rhume-Oders Torwart Eike Schwarz war ohne Chancen, noch eingreifen zu können (18.).

In den nachfolgenden zwei Duellen behielt Schwarz dan jedoch die Oberhand. Zunächst parierte er gegen den ziemlich freien Wüstenfeld per Fuß (27.), dann kurz vor der Halbzeit mit einer Blitzreaktion, nachdem der Kapitän des JFV Eichsfeld aus kürzester Distanz zum Abschluss kam. Statt über die Linie ging der Ball an die Lattenunterkante. „Den hat er super gehalten“, lobte ihn sein Trainer Fröchtenicht später.

Schwarz´Pendant hatte nach dem Seitenwechsel maßgeblichen Anteil daran, dass der JFV Eichsfeld am Ende ohne Gegentor blieb und damit weiterkam. Den aus acht Metern von halbrechts abgefeuerten Versuch von Jannik Leimeister boxte Paul Koch weg – laut Rhume-Oder Fröchtenicht eine ausschlaggebende Szene. „Wenn der drin ist, bin ich gespannt, wie es weitergeht“, sagte er nach dem Abpfiff. Statt zum Ausgleich zu kommen, fing sich das klassentiefere Team dann jedoch acht Minuten vor dem Ende den endgültigen K.o.

Rhume-Oder-Keeper Schwarz spielte Wüstenfeld unbedrängt einen Pass in die Beine. Die Nummer neun des Gewinners ließ sich nicht zweimal bitten – mit dem 0:2 aus Sicht der Hausherren war das Prestigeduell im Cup gelaufen. „Rhume-Oder hat als Bezirksligist eine richtig starke Leistung gezeigt. Allerdings ist der Sieger der richtige, denn wir hatten mehr Chancen und Spielanteile“, bilanzierte Quinque.

Dem wollte sich Jannik Strüber, der Rhume-Oder gemeinsam mit Fröchtenicht coacht, nicht wirklich anschließen: „Eigentlich waren wir heute der Landesligist, der gespielt hat, und die anderen haben gekontert“, befand Strüber – eine allerdings geschönte Sichtweise. Mit seiner Aussage „Die individuelle Klasse hat heute den Ausschlag gegeben“, lag Strüber da schon richtiger. Fröchtenicht freute vor allem die Entwicklung des Teams: „Wir haben viele jüngere Spieler drin. Die Jungs haben es heute richtig gut gemacht. Man merkt, dass sie sich steigern. Es wird immer besser. Das ist schön zu beobachten.“

Tore: 0:1 Wüstefeld (18.), 0:2 Wüstenfeld (72.)

Bild © helgeschneemann